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Gutachten bestätigt Gefahr großflächiger Rutschungen: Allianz für Welzow fordert Einstellung des Planverfahrens Welzow Süd II

Zur der aktuellen Untersuchung des Diplom-Geologen und Geochemikers Ralf Krupp über potentielle Rutschungsgefahren in Lieske, sagt Günther Jurischka, Mitglied der Arbeitsgruppe „Dorf-Kohle-Umwelt, Proschim":

Kann man unserer Landesregierung noch vertrauen?

Wenn die Landesregierung mitteilt, "dass allein in der Stadt Welzow mehr als 50 Millionen € Staatsgelder zur Bewältigung tagebaubedingter Nachteile verwendet wurden", dann sollte man doch annehmen, dass diese Mitteilung der Wahrheit entspricht.

Bauernbund lehnt neuen Tagebau ab: Nachhaltige Vernichtung ökonomischer Ressourcen

Der Bauernbund Brandenburg, Vertretung der bäuerlichen Familienbetriebe im Land, hat sich in einer Stellungnahme gegenüber der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg grundsätzlich gegen einen neuen Braunkohle-Tagebau Welzow-Süd II ausgesprochen. Die von der Landesregierung vorgelegte Planung stehe im Widerspruch zum nationalen Konsens über die Energiewende, argumentiert Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung: "Selbst wenn die mit der Energiewende verfolgten Ziele nicht erreicht würden, wäre ein Beschluss über einen Tagebau frühestens 2025 erforderlich. Insofern gibt es derzeit kein überwiegendes öffentliches Interesse, das die mit dem Tagebau verbundenen schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörungen und die nachhaltige Vernichtung ökonomischer Ressourcen auch nur ansatzweise rechtfertigen würde."

Der Bauernbund kritisiert insbesondere die mit dem Tagebau verbundene Abbaggerung des Dorfes Proschim, die Enteignung und Vertreibung von rund 800 Menschen sowie den Verlust von rund 1800 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche. In der Stellungnahme erinnert Jung an das Versprechen von Ministerpräsident Manfred Stolpe und führender Politiker aller brandenburgischen Parteien, Horno sei das letzte Dorf, das der Braunkohle zum Opfer fällt: "Dieses Versprechen hat für uns nach wie vor hohes moralisches Gewicht. An der Sachlage hat sich seitdem nichts geändert, was eine andere Sichtweise begründen würde". Ein neuer Tagebau würde das Vertrauen in die Redlichkeit von Politik und Politikern in Brandenburg grundlegend erschüttern.

Verbände und Einzelpersonen können noch bis 17. September im Rahmen eines offiziellen Beteiligungsverfahrens Stellungnahmen zum geplanten Tagebau abgeben.

Hier ist können Sie sich die ausführliche Pressemitteilung anschauen

150 Jahre SPD – Ein Grund zum Feiern. Jubel-Demo und Mega-Party am Brandenburger Tor

berlin 20130829 1271434892Unter dem Motto „Krieg, Abschiebung, Sozialabbau – Ein stärkeres Deutschland kommt nicht von allein“ trafen sich am 17. August die (vorgeblichen) Facebook-Freunde der SPD, um mit einer „Jubeldemo“ zum Anlass ihres 150. Geburtstags die Politik der Partei auf die Schippe zu nehmen. Da durfte die Kampagne „Kein weiteres Dorf“ nicht fehlen, denn auch in Sachen Klimaschutz verhält die SPD sich alles andere als sozial. Wer für weitere Tagebaue unterschreibt, wie unlängst Sigmar Gabriel in der Lausitz, dem liegt zumindest das Wohl der kommenden Generationen nicht gerade am Herzen. Die Kampagne erfuhr daher bei den Mitfeiernden breite Zustimmung!

 

Geräuschloser Ruf nach Emissionsfreiheit

silent climate parade 20130829 1224836312Geräuschloser Ruf nach Emissionsfreiheit: Mit der "Silent Climate Parade" tanzten AktivistInnen der Kampagne "Kein weiteres Dorf" am 24. August in Berlin über den Ku'damm, um auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen. Musik und Anweisungen der Organisatoren wurden über Kopfhörer übertragen und blieben damit für Passanten unhörbar, wodurch der Zug eine schon fast gespenstische Anmutung erhielt. Bei der Parade konnten über 250 Einwendungen gegen den geplanten Vattenfall-Tagebau Welzow Süd II gesammelt werden.

50-jährige Greenpeace-Aktivisten sammeln in der Lausitz Unterschriften gegen weitere Tagebaue

Über die Umwelt- und Klimaschäden durch die Ausbeutung von Braunkohle informieren Greenpeace-Aktivisten in der Lausitz. In den kommenden sechs Tagen sammeln die über 50-jährigen Aktivisten vom Team50Plus dabei auch Einwendungen gegen den geplanten Tagebau Welzow-Süd II. Eines der beiden vierköpfigen Teams besucht zwischen dem 29. August und 3. September Dörfer in unmittelbarer Nähe des bestehenden Tagebaus Welzow-Süd. Das zweite Team tourt im gleichen Zeitraum mit einem Infomobil durch die Städte Senftenberg (29.8.), Guben (30.8.), Cottbus (31.8.), Forst (2.9.) und Spremberg (3.9.). „Die Energiewende macht die Braunkohle künftig überflüssig. Deshalb werden schon heute keine weiteren Tagebaue mehr benötigt. Wenn auch die Kinder der heutigen Bergleute noch Arbeit in der Lausitz haben wollen, muss der Strukturwandel jetzt beginnen“, sagt Carlo Tiedeke vom Team50Plus.

Unterschriftenaktion auf dem Solarfestival

solar2Vom 23. bis 25. August feierte das Solar Festival am See in Peckfitz (Altmark) Premiere. Als erstes kleines Festival, das seinen Strombedarf aus 100% erneuerbaren Energien generiert, sprach das bunte Line-Up aus Musik, Solar-Kino, Kleinkunst und Workshops Menschen aus der gesamten Bundesrepublik an.

Mit dem Ziel, möglichst viele Unterschriften zur Eingabe gegen den geplanten Tagebau Welzow-Süd II zu sammeln und über die klimafeindlichen Pläne von Vattenfall zu informieren, mischten sich unsere Helfer Marcel und Manuela unter das Publikum.

solar1Die Resonanz war durchweg positiv, viele interessierte Menschen konnten über den Stand und Pläne zum Braunkohleabbau in der Lausitz aufgeklärt werden. Einhellige Botschaft: Viel Glück und Erfolg für die Aktion! Wer braucht noch Braunkohle, wenn man allein mit Solar-Technik ein ganzes Festival mit Strom versorgen kann?

Bleibt zu hoffen, dass Veranstaltungen dieser Art weiterhin stattfinden! Sie sind ein klares Zeichen, dass die Energiewende nicht nur möglich sondern auch machbar ist!

Statt die Menschen mit Suggestivfragen am Telefon zu nerven, sollte die IGBCE sich der Realität stellen

Zur heute veröffentlichten Umfrage der IGBCE kommentiert Axel Kruschat Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Brandenburg:

„Statt die Menschen mit Suggestivfragen am Telefon zu nerven, sollte die IGBCE sich der Realität stellen. Nicht mal Vattenfall selber glaubt an die Zukunft der Braunkohle. Es wird Zeit, dass die IGBCE sich endlich um eine vernünftige wirtschaftliche Alternative für die Lausitz nach der Braunkohle kümmert, anstatt den Menschen einzureden mit der Braunkohle wären ihre Arbeitsplätze sicher.“

Forsa-Umfrage der IG BCE leistet keinen Betrag zur Zukunft der Lausitz

Die von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Auftrag gegeben Umfrage zur Einstellung der Lausitzer Bevölkerung zur Braunkohle leistet keinen Beitrag zur sachlichen Diskussion um die Perspektiven der Region.

Forsa Umfrage der Braunkohle-Industrielobby mit manipulativen Fragen

Die Allianz für Welzow bezeichnete die Umfrage der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) als unseriös. „Die Industrielobby möchte durch manipulative Fragestellung gut Wetter zur Abbaggerung von Teilen der Gemeinde Welzow machen“, sagte Günter Jurischka, Sprecher der Initiative „Dorf-Kohle-Umwelt“ aus Proschim. Weder wurden wir befragt, noch stellte die IGBCE Fragen nach Enteignung und Vertreibung von Proschimer Bürgern und Bauern.

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