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Kohlebergbau einschränken – nicht den Trinkwasserschutz

Wasserwerk kündigt rechtliche Schritte gegen LEAG-Tagebausee an

Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert die Landesregierung auf, keine Aufweichung ihrer Sulfat-Richtwerte für die Spree zuzulassen und stattdessen nötigenfalls den Braunkohlebergbau einzuschränken. Damit reagiert der Verband auf die Ankündigung der Frankfurter Wasserwerke, juristisch gegen den vom Kohlekonzern geplanten Cottbuser Tagebausee vorzugehen.

"Die Befürchtungen der letzten Jahre haben sich bestätigt: Der Braunkohlebergbau führt zu ernsten Problemen bei der Trinkwasserversorgung. Wenn die Frankfurter Wasserwerke ihre jahrelange Zurückhaltung aufgeben und rechtliche Schritte ankündigen, ist das ein drastisches Zeichen." sagt René Schuster von der GRÜNE LIGA.

Schuster weiter: "Statt Sulfat-Richtwerte den Wünschen der Tagebaubetreiber anzupassen, muss Trinkwasserschutz an der Ursache ansetzen: Jede weitere Kohleabbaufläche führt zu zusätzlicher Sulfatfreisetzung für Jahrzehnte. Sachsen wie Brandenburg müssen die Zulassungen der Tagebaue Jänschwalde, Welzow-Süd und Nochten daraufhin überprüfen, ob Betriebspläne überhaupt noch genehmigt oder verlängert werden können."

Die Wassergesellschaft FWA sieht die Trinkwasserqualität für Frankfurt/Oder aufgrund der Sulfatbelastung aus dem Braunkohlenbergbau als akut gefährdet an. Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung beauftragte die Geschäftsführung, Einwendungen gegen die von der LEAG geplante vorzeitige Flutung des Cottbuser Ostsees vorzubringen und im Eilverfahren einen Stopp der Einleitung beim Verwaltungsgericht zu beantragen. Die FWA kritisiert das Vorhaben der Landesbehörden, den Emissionsrichtwert am Pegel Briesen auf 350 mg/I Sulfat anzuheben, um die Flutung des Cottbuser Ostsees genehmigungsfähig zu machen. Das teilte die Gesellschaft am Montag in einer Pressemitteilung mit. Die zum Schutz der Trinkwasserqualität nötigen Maßnahmen würden den Wasserpreis in Frankfurt um 20 Prozent erhöhen, wenn der Bergbau als Verursacher weiterhin nicht dafür aufkommt. Frankfurt bezieht sein Trinkwasser aus dem Wasserwerk Briesen an der Spree.

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