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Abriss des Doms von Immerath für Braunkohle: Solidaritätserklärung aus der Lausitz ins Rheinland

Liebe rheinische Bürgerbewegte,

wir Lausitzer Bürger aus Deutschland und Polen haben die Nachricht von der geplanten Sprengung des Doms von Immerath mit Trauer wahrgenommen.

Zeitgleich mit Eurer Mahnwache führen wir am 7. Januar eine Protestwanderung gegen den Tagebau Jänschwalde durch. Der erste Sonntag des Jahres ist der Termin, an dem sich seit 2008 jedes Jahr die Einwohner von Grabko, Kerkwitz und Atterwasch zum Sternmarsch gegen ihre Umsiedlung trafen. Im März 2017 gab der Kohlekonzern nach 10 Jahren Widerstand dieses Vorhaben auf. Auch nach diesem riesigen Sieg bleiben viele Menschen in den geretteten drei Dörfern aktiv. Es ist uns auch wichtig, die Betroffenen der anderen Tagebaue und Kohlereviere weiter in ihrem Widerstand zu unterstützen.

Insbesondere die gegenseitige Unterstützung bei der Internationalen Deutsch-Polnischen Menschenkette 2014 und der Menschenkette 2015 bei Euch im Rheinland zeigt den Grad unserer Verbundenheit.

Im September 2016 nahmen einige von uns am Treffen des bundesweiten Bündnisses "Zukunft statt Braunkohle" bei Euch teil. Wir besuchten auch Immerath und waren beeindruckt vom Dom. Auch in der Lausitz sind zahlreiche Kirchen gesprengt worden, um Platz für Kohlegruben zu machen. Wir werden bei unserer Wanderung am Sonntag gedanklich bei Euch sein und weiter gemeinsam dafür kämpfen, dass keine weiteren gewachsene Dörfer mit ihrer Geschichte für eine falsche Energiepolitik zerstört werden.

Es grüßen Euch

Thomas Burchardt, Klinger Runde
Christian Huschga, Agenda 21 der Gemeinde Schenkendöbern
Anna Dziadek, Bürgerinitative Stowarzyszenie NIE odkrywce
Hannelore Wodtke, Allianz für Welzow
René Schuster, GRÜNE LIGA Umweltgruppe Cottbus

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